Aktuelle Stellungnahmen

 
DGLN-Stellungnahme zur Messung von IgM in Liquor und Serum anhand zweier verschiedenen Referenzkurven

 

Es ist eine goldene Regel der Liquordiagnostik, dass Liquor und Serum im selben Messsystem mit demselben Durchgang innerhalb desselben Konzentrationsbereichs gemessen werden müssen, um systematische Fehler zu minimieren und Testergebnisse zu optimieren. Die DGLN hält daher die Entwicklung der letzten Jahre für bedenklich, IgM in Liquor- und Serumproben mit zwei verschiedenen Messmethoden (Assays) und an zwei Referenzkurven zu bestimmen, da dies die Messungenauigkeit erhöht. Die daraus möglicherweise resultierende Methoden- und Chargen-abhängige Varianz im IgM-Quotienten können im IgM-Quotientendiagramm sowie bei den abgeleiteten Größen wie den Antiköperindizes zu unplausiblen falsch-positiven und falsch-negativen Befunden führen. Dies erschwert die klinische Interpretation der abgeleiteten Werte. Auch die Möglichkeit des Vergleichs der Einzelprotein-Quotienten untereinander, welche bei einer artifiziellen Blutbeimengung wichtig ist, wird in Frage gestellt. Wie empfohlen, sollte in jedem Fall der integrierte Gesamtbefund zur Prüfung der Plausibilität herangezogen werden; die Angabe nur der Einzelwerte für IgM in Liquor und Serum oder daraus abgeleiteter Werte (z.B. Quotienten, Antikörperindizes) ist nicht ausreichend.

Der Vorstand und die Weiterbildungskommission der DGLN

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       DGLN-Stellungnahme zur Messung von IgM in Liquor und Serum anhand zweier verschiedenen Referenzkurven

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